Wir sind eine Gruppe von bisher 14 Literaturbegeisterten, die Lust haben, neue Werke kennenzulernen und einmal im Monat über das Gelesene zu sprechen. Dabei interessiert uns der Aufbau, die Sprache und insbesondere, was der Text mit uns zu tun hat.
Bei der gemeinsamen Entscheidung über die Lektüre für jeweils ein Vierteljahr lassen wir uns durch Vorschläge aus unserem Kreis, durch Juryentscheidungen bei Buchpreisen und durch die von den unabhängigen Buchhandlungen gewählten Jahresbücher anregen. In der Regel sind es Romane, aber wir sind auch neugierig auf Gedichte und Kurzgeschichten.
Das hat uns berührt, wie Toni Morrison in „Gott hilf dem Kind“ zeigt, wie Stigmatisierung Psyche und Leben eines Menschen beeinflussen kann. Gelegenheit zu intensiven Gesprächen bot uns im Februar Ferdinand von Schirachs „Der Fall Collini“: die Frage der gesellschaftlichen und juristischen Aufarbeitung der Nazi-Zeit, die späte Aufklärung der Verbrechen, die oft nahtlose Weiterbeschäftigung und Karriere damaliger Juristen bis in unsere Zeit und das unausgesprochenen Leid der Opfer und ihrer Nachkommen. Im März nun Charles Lewinskys „Der Stotterer“: Das Sujet könnte kaum gegensätzlicher sein, geht es doch um einen im Gefängnis einsitzenden Betrüger, dem es auch dort mit sprachlicher Eloquenz, verblüffender Bibelkenntnis und Anpassung an die Machtverhältnisse gelingt, seine Vorteile zu wahren.
Und das sind unseren weiteren Vorhaben:
07. April Nelio Biedermann „Lázár“
05. Mai: Bonnie Garmus „Eine Frage der Chemie“
02. Juni: Benjamin Myers „Offene See“
Wann: Jeden 1. Dienstag im Monat, 16:00 Uhr
Wo: SeniorenNetzwerk, Wiethasestr. 54, 50933 Köln
Wer sich uns anschließen mag, kann mich gerne ansprechen:
Dorothea Minderop
dorothea.minderop@web.de – 0173 905 7327 und über whatsapp